Aktuelle Themen

Mitglieder
  • Mitglieder insgesamt: 1.752
  • Neueste: Rolf
Statistik
  • Beiträge insgesamt: 29.118
  • Themen insgesamt: 4.995
  • Heute online: 13
  • Online gesamt: 575
  • (21. September 2024, 02:58:06)
Benutzer online
Nutzer: 0
Gäste: 4
Gesamt: 4

CleverTanken

PLZ/Ort

Sorte

Der Feuerwehr B Blitz

Begonnen von fulgur, 01. November 2024, 18:31:04

Vorheriges Thema - Nächstes Thema

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Mr. Chicken

Moin,
so grob vermutet ohne viel Ahnung zu haben.
Vielleicht war der Vergaser vorher nur so ladida dicht.
Und durch den vermuteten hängenden Schwimmer oder defekter Dichtung überm Schwimmer pumpt die Pumpe feißig in die Schwimmerkammer das sich da ein druck aufbaut, des es raus drückt.
hier sind ja ein paar nette Bilder zum Solex PDSI35
https://www.senatorman.de/vergaser_35PDSI.htm 

Gruß
Dominik

fulgur

Hallo Dominik,
danke, das ist eine super Anleitung wie das Ding funktioniert. Ich hab mir mal einen Dichtsatz bestellt, wenn ich den nicht brauche weil der sich wieder einkriegt wenn sein Schwimmer wieder schwimmt macht ja nichts.

Viele Grüße
Armin

fulgur

Heute ging es mal wieder weiter. Zündverteiler geprüft, Motor auf OT gedreht mit der Kugel in der Flucht, Zündverteilerfinger auf der Kerbe. Kann also nicht verdreht sein, super. Nochmal der Nockenwelle Hallo gesagt - sie ist noch da, es geht ihr gut, auch sie ist auf OT senkrecht. Mit der Blitz-Pistole (wie passend) den Zündzeitpunkt eingeschätzt - passt so halbwegs, irgendwas kurz vor OT. An den Kerzen kommen Funken an, Unterbrecherabstand passt (0,35). Kerzenkontaktabstand 0,7, sollte auch passen.
Der Vergaser ist immer noch kleiner Verschütter, aber er wirft auch ausreichend Benzin in die Drosselklappe, und er ist das einzige Teil was beim Motorausbau unverändert blieb. Benzin kommt auch in guter Menge aus der Benzinpumpe.
Trotzdem: er startet nicht. Wenn man ein bisschen mit Choke, Gaspedal und vorallem Zündschlüssel spielt, passiert vorallem wenig, außer dass der Anlasser dreht, und manchmal passiert noch, dass es ein paar mal pufft und knallt, effektvolle Flammen aus dem Vergaser - aber starten will er nicht. Was braucht so ein Motor denn noch, damit er schnurrt? Bremsenreiniger und Startspray einfach mal in den Einlass haben wir probiert, bringt nix. Kann man denn was so falsch gemacht haben dass er gar nicht mehr startet?

holidayblitz

Hallo Armin.
Ausser Gemisch, Kompression und Funke braucht er eigentlich nichts zum laufen. Hast Du mal geschaut ob die Zündung im Verdichtungstakt erfolgt? Der Zündverteiler wird ja von der Kurbelwelle angetrieben, der kann sich nicht verstellen wenn nicht ausgebaut wurde. Die Nockenwelle läuft aber nur halb so schnell. D.h. Die Kurbelwelle ist zweimal an der Markierung. Evtl. zündet er wenn die Ventile offen sind. Wäre mein erster Verdacht.
Gruss Wilhelm

emef

Moin,
das war auch mein erster Gedanke, aber Armin schreibt ja, daß die Nockenwelle auch auf OT steht. Das heißt ja eigentlich, daß beide Ventile am ersten Zylinder zu sind.
Dann könnten nur die Zündkabel vertauscht sein.
Gruß Marc

fulgur

Hallo Wilhelm, Hallo Marc,
Vielen Dank für die Ideen.
Genau wegen den Verdacht haben wir nochmal in den Motor reingeschaut. Die Kette war aber immer in der gleichen Position, dh. wir haben sie mit Draht auf den Rädern fixiert und einen Zahn markiert. Die kann nicht übergesprungen sein. Wir haben auch die Zündfolge weiß nicht wie oft geprüft. Allerdings immer nur am Verteiler.. vielleicht sind die Kabel hinten falsch. Der Verteilerfinger im Verteiler dreht doch im Uhrzeigersinn?
Viele Grüße,
Armin

NicoZ

Verteiler um 180Grad verdreht?

fulgur

Auch das war so ein Verdacht, der Finger zeigt bei nocke und Kurbelwelle OT aber auf genau die Markierung erster Zylinder . Da wir glaub ich aber schon entsprechend ratlos sind werden wir es vielleicht doch mal probieren. Kanns denn sein, dass der Vergaser durch das trocken stehen einen Schäden hat, der nicht nur zu schlechtem Lauf sondern zu geht gar nicht mehr führt? Zündkabel und Reihenfolge hab ich gerade nochmal angeschaut, und die Kabel sind in der Reihenfolge 1 5 3 6 2 4 auch an den Zylindern und im Uhrzeigersinn beginnend bei der 1. Zylinder Markierung dran.

ben

Hmm, wenn er auch mit Bremsenreiniger nicht anspringt sollte es nicht am Vergaser liegen.
Mal den Verteiler lösen, einer dreht den Schlüssel, Choke klar nicht vergessen oder mal Hand leicht auf den Vergaser legen für manuellen chocke, und die andere Person dreht am Verteiler. Dabei eher in Richtung "Spät". Der lässt sich ziemlich weit in beide Richtungen verdrehen.  Vllt zündet er in anderer Verteilerstellung besser. Wenn das nicht hilft 180 grados verdrehen, selbes Spiel.
Das Ganze evtl. auch mal mit Bremsenreiniger.

Ansonsten ist der Kondensator am Verteiler auch manchmal hinüber was zu unberechenbar stark oder schwachen (oder gar keinem) Zündfunken führt..
Viel Glück!

Never change a running system

fulgur

Für Hand auf den Vergaser braucht's allerdings Mut, der knallt und pufft da ordentlich raus. Heute mach ich nichts mehr, aber - auch wenn es mir total unlogisch erscheint - ich dreh den Verteiler. Unlogisch deswegen, weil doch eigentlich bei Kurbelwelle und Nockenwelle in OT der Zeiger auf die Kerbe zeigen muss, der Auslass OT hätte die Kurbelwelle doch verdreht, oder denk ich da falsch?

Dreigang

Moin Armin, Zündzeitpunkt passt und Funke & Benzin ist da, mit Startpilot will er trotzdem nicht kommen.... Hast nochmal Ventilspiel gecheckt bzw. Kompression gemessen?
Gruß Lars
Alte Autos und RockˋnˋRoll, wir kommen immer zu spät! (Hannes Bauer)

RainerS

Hatte ähnliches Problem und lange gesucht.
Bei mir hatte sich bei gezogenem Choke die Luftklappe nicht richtig geschlossen.
Es hatte gereicht einen leichten Schlag auf die Achse/Stift an der die Luftklappe hängt zu geben jetzt schießt sie wieder richtig und er springt auch ohne Hilfsmittel an.
Wer Fliegen am hinteren Kennzeichen kleben hat macht was falsch!

fulgur

Inzwischen läuft der Motor wieder, dank tatkräftiger Unterstützung von Hans. Es lag tatsächlich an der Zündung.

Es steht eigentlich alles schon hier im Forum aber ich versuch es mal mit meinen Worten zu beschreiben, dass es Leute mit meiner Unkenntnis dann auch verstehen. Vielleicht hilft das irgendwann ja mal jemandem.
Unser Problem war, wir haben einfach auf das Handbuch vertraut, und dabei nicht verstanden dass die "Grundstellung" wie im Handbuch angegeben (Kurbelwellenradnase und Nockenwellenradbolzen auf 12 Uhr) eben nicht der Zündungs-OT ist, und dass der Zündverteiler in eigentlich jeder Position montiert werden kann, die Markierungen darauf also ziemlich egal sind.

Und so gehts:

Vorbereitend sollten alle Zündkabel ab sein, außer dem von der Zündspule in die Mitte. Hilfreich sicher auch die Zündkerzen raus zu nehmen, dann dreht er leichter, und der Ventildeckel ab, damit man den Kipphebeln zuschauen und sie anfassen kann. Das Ventilspiel auf 0,35 einstellen. Den Unterbrecherkontakt auf 0,4.

Bei einer Umdrehung der Kurbelwelle mit dem kleinen Kettenrad macht die Nockenwelle mit dem großen Kettenrad eine halbe Umdrehung. Damit gibt es zweimal den OT. (https://de.wikipedia.org/wiki/Viertaktmotor). Den gesuchten Zündungs-OT, und der, an dem die Ventile sich überschneiden. Überschneiden heißt, Auslass geht zu, Einlass geht auf, beide Kipphebel sind also angespannt weil die Nocken kurz vor bzw. kurz nach dem Ventil noch anliegen. Zündet man and dem Punkt bekommt man exakt das Verhalten welches ich hatte. Es knallt und pufft lustig, manchmal gibts auch Flammen aus der Drosselklappe. Beeindruckend, aber doof.

Wenn beim Ausbau die Kette nicht gesprungen ist, also entsprechend auf den Rädern fixiert war, kann man (eigentlich..) wenig falsch machen. Es gibt nur eine Position mit der beide Räder auf Kurbelwelle und Nockenwelle passen.

Um den Zündpunkt jetzt richtig einzustellen muss man den Motor mit der Kugel auf der Schwungscheibe genau auf den Zeiger im Schauloch drehen. Dann schauen, was die Ventile des ersten Zylinders (vorne, am Kühler) machen (nicht einfach aufs Handbuch vertrauen).

Sind beide Kipphebel locker - gut. Das ist der Zündungs-OT weil die Nocken gerade kein Ventil berühren, die Ventile also einen Moment geschlossen bleiben. Sind die Kipphebel fest muss die Schwungscheibe noch eine Umdrehung gedreht werden, wieder mit der Kugel auf den Zeiger. Die Nockenwelle hat sich dann eine halbe Umdrehung weiter gedreht auf den gewünschten Punkt. Dann können die Zündkerzen wieder rein.

In der Position, jetzt hoffe ich, ich erzähle keinen Quatsch, dreht man den Verteilerfinger entgegen der Drehrichtung (also nach links, gegen den Uhrzeigersinn) bis er anliegt. Dann die Zündung einschalten und das Verteilergehäuse langsam in Drehrichtung drehen. Wenn es kurz blitzt am Unterbrecherkontakt ist das der Zündpunkt, dort muss der Verteiler stehen bleiben. Nicht mehr bewegen und mit der Schraube fixieren. Zündung aus! Da wo der Verteilerfinger jetzt hinzeigt ist auch ein Kontakt in der Verteilerkappe. Daran kommt das Zündkabel des ersten Zylinders. Die anderen Zündkabel werden im Uhrzeigersinn von dort aus angeschlossen, also erst 1, dann 5, 3, 6, 2, 4 und man ist einmal rum. Deswegen sind die Markierungen aus dem Handbuch auch egal, der Verteiler kann hinzeigen wo er will, solange man von dort aus alles anschließt.

Wenn alles wieder dran ist - starten, und es donnert wieder im Blitz.
Super ist auch, wenn man bei der ganzen Aktion viele Fotos macht. Ich habs leider vergessen.

Es fehlt mir noch der Auspuff, und dann kann ich mal eine Probefahrt machen.

Durch die anderen Tipps hab ich mir aber auch den Rest des Motors gut angeschaut. Der Vergaser ist prima sauber, alles frei und leichtgängig. Übergelaufen ist er wohl einfach nur weil er gar nicht mehr wusste wohin mit dem ganzen Sprit, der keinen Abnehmer hatte. Die Verbrennung saugt das Gemisch sonst weg, bleibt das aus läuft er über. Keine Ursache, sondern in dem Fall ein Symptom. Der Verteilerfinger sollte sich leichtgängig immer wieder in Grundstellung bringen, das war bei mir auch nicht der Fall. Deswegen wurde er mit WD40 geflutet, bis er das wieder gemacht hat.

Ganz vielen Dank an euch alle für die Tipps und ganz besonders an Hans, der mir das alles gezeigt hat. Und wem das zuviel Text ist, einfach nicht bis zum Ende lesen. Oh... zu spät :)

emef